Beschreibung
Jēkabs soll schon als Kind erwachsen sein. Einerseits, um seinen blinden Eltern durch das alltägliche Leben zu helfen, andererseits, um den Vorstellungen seiner Mutter von einem „idealen Kind“ gerecht zu werden. Je älter er wird, desto mehr versucht er, sich aus dieser Enge zu lösen und auch eigene Wege zu gehen. Verschiedene Erlebnisse, vom ersten Schultag bis hin zur ersten großen Liebe, eröffnen einen spannenden und zugleich tief berührenden Blick auf das Leben in der Wahrnehmung mit anderen Sinnen. Parallel wird die Sicht der strengen Mutter geschildert, die verzweifelt versucht, trotz ihrer Blindheit alles richtig zu machen.
Unsere Leseempfehlung: ab 12 Jahren — für Jugendliche und Erwachsene.
Rasa Bugavičute-Pēce (geb. 1988) ist eine lettische Dramatikerin und Autorin. Sie schloss 2011 ihr Studium der Theater-, Film- und Fernsehdramaturgie an der Kulturakademie Lettlands ab und erwarb 2013 einen Master-Abschluss in Kulturmanagement und kreativem Schreiben. Ihre Stücke wurden in großen staatlichen und unabhängigen Theatern Lettlands sowie international ‒ in Litauen, Estland, Russland und Israel ‒ aufgeführt. Neben Theaterstücken schreibt sie Drehbücher für Filme, Fernsehserien, Radiosendungen und Konzerte. Zudem hat sie an zahlreichen lokalen und internationalen Dramaturgie-Workshops teilgenommen und diese auch organisiert.
Dr. Lil Reif (geb. 1975 in Dresden) studierte Russisch, Portugiesisch und Jura und wurde mit einer Arbeit im Bereich Soziolinguistik promoviert. Ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung führte sie für drei Jahre an die Hochschule Ventspils in Lettland, wo sie Lettisch lernte und anfing, sich für das Übersetzten von Literatur zu interessieren. Sie lebt heute in Wien und übersetzt Prosa und Lyrik aus dem Lettischen. 2018 erhielt sie den Übersetzerpreis der Stadt Wien.
Zane Veldre (geb. 1986), studierte Malerei an der Kunstakademie Lettlands. Sie lebt als freischaffende Künstlerin in Riga und präsentierte ihre Arbeiten bisher bei zahlreichen Ausstellungen.