Beschreibung
»… und vielleicht ist jedes neue Spiel ja immer wieder neu so etwas wie Hoffnung; Hoffnung darauf, dass alles gut wird — der eine Coup, der das Leben geraderückt; aber alles ist schon zusammengebrochen, nichts kann mehr geradegerückt werden.«
»Grindelwald« ist die aus der Sicht eines Sohnes autofiktional erzählte Lebensgeschichte des spielenden Vaters, der nicht anders kann, als die letzte Mark noch in Wettbüros und Casinos zu tragen, auch wenn er seine Familie damit immer wieder im Stich lässt. Selbstreflexiv, eindringlich, berührend.
Mit der Erzählung »Liebevolle Gleichgültigkeit« wird »Grindelwald« nun ergänzt und fortgeführt, wobei insbesondere der Bruder des Erzählers im Fokus steht.
Lothar Struck, geboren 1959 in Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Augsburg. Er ist Redakteur beim Online-Literaturmagazin »Glanz und Elend« und betreibt das Weblog Begleitschreiben.net. Im Jahr 2012 erschien sein erstes Buch, »›Der mit seinem Jugoslawien‹ ‒ Peter Handke im Spannungsfeld zwischen Literatur, Medien und Politik«, beim Verlag Ille & Riemer Leipzig/Weißenfels. 2013 erschien im Mirabilis Verlag der Essay »Der Geruch der Filme — Peter Handke und das Kino«, 2018 »Erzähler, Leser, Träumer — Begleitschreiben zum Werk von Peter Handke«.
Marc Reichwein bezeichnete Lothar Struck in einem Porträt für DIE WELT als den »Mann, der alles über Handke weiß«.
Darüber hinaus ist Lothar Struck ein ausgezeichneter Erzähler.